Gemeinde Ettingen

Ein grünes Dorf am Fusse des Blauen

Ettingen in Zahlen

Einwohner

Hektaren Gemeindebann

Meter ü. M

Mitglieder KMU Ettingen

Geschichte

Die Entstehung von Ettingen

Erste Spuren

Eiszeitliche Menschen hatten sich auf dem Gemeindegebiet im Büttenenloch (ca. 10'000 v.Chr.) aufgehalten, später sich jungsteinzeitliche Sippen angesiedelt (4'500 - 1'800 v. Chr.) und in der Römerzeit dürfte ein Gutshof (mansio) in der Nähe des Aufstiegs zum Plattenpass bestanden haben.

Entstehung des Names

Das heutige Dorf Ettingen entstand im 5. oder 6. Jahrhundert entlang einem Bach, der heute unter der Dorfstrasse versteckt verläuft. Auch nicht mehr sichtbar ist die Gliederung in drei Höfe. Der Führer der alemannischen Sippe, die diese Höfe aufbaute, Etto oder Atto, gab dem Dorf seinen Namen.

Kanton Basel-Landschaft

Bis zu dessen Auflösung gehörte das Dorf Ettingen zum Fürstbistum Basel. Die hohe Gerichtsbarkeit verlieh der Fürstbischof zeitweise den Grafen von Thierstein, die niedere dem Kloster Reichenau (Bodensee), aus dessen Wappen Ettingen das rote Kreuz in sein eigenes übernommen hat. Güter und Menschen gehörten unter anderem verschiedenen Klöstern der Stadt Basel. Ihr wurde Ettingen - nach französischer Fremdherrschaft seit der Auflösung des Fürstbistums Basel 1792 - auf dem Wiener Kongress 1815 zugesprochen, von ihr löste es sich 1833 mit dem Kanton Basel-Landschaft. 

Der Weg in die Neuzeit

Wirtschaftlich richteten sich aber viele Handwerker- und Bauernfamilien im 19. und 20. Jahrhundert auf die Stadt aus. Landwirtschaft war zwar weit verbreitet, aber die Konzentration nach dem 2. Weltkrieg liess die Zahl der Bauernhöfe zusammenschrumpfen. Zur gleichen Zeit verstärkte sich die Pendlerbewegung nach Basel mit einem rasanten Bevölkerungswachstum: Hatte sich die Bevölkerung seit dem Mittelalter innert 500 Jahren nur auf gut 1'000 Einwohner/innen (1945) verdoppelt, so verfünffachte sie sich darauf innert 35 Jahren auf rund 5'000. 

Wappen

Das Wappen ist viergeteilt in zwei blaue und zwei weisse Flächen. In der oberen rechten, weissen Ecke befindet sich ein durchgehendes rotes Kreuz. Dieses erinnert an die frühere Zugehörigkeit zum Kloster Reichenau. 
Die Aufteilung in blaue und weisse Viertelflächen stammt aus dem Wappen des Fürstensteiner-Geschlechts, welches über dem Dorf (aber rechtlich oder politisch nicht mit ihm verbunden) eine Burg bewohnte.

Die Ettinger Wassergeschichte

Frau Gisela Gautschi, Gemeinderätin von 1992 bis 2008, verantwortlich für den Tiefbau und somit auch für das Wasserwesen, hat Ihre Gedanken sowie Wissenswertes zum Thema Wasser in einer Broschüre unter dem Titel "Die Ettinger Wassergeschichte" zusammengefasst und stellt diese allen Interessierten als PDF-Datei zur Verfügung.